Tischerlei-Möbel-Lebensart
Bensberg Wohnen
57271 Hilchenbach-Müsen
 
 
 
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Namensgleichheit:
Labordienstleister
Öko-Control, Baumholder:
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Glossar

Formaldehyd:
Formaldehyd ist ein seit langem bekannter Schadstoff in der Innenraumluft. Er geht zumeist aus Leimen aus, die für die Herstellung von Holzwerkstoffen wie z.B. Spanplatten verwendet werden, wo sie in größere Mengen benötigt werden. Aber auch Nadelhölzer enthalten in geringen Mengen Formaldehyd. Formaldehyd wird z.B. auch für manche synthetischen Ausrüstungen bei Textilien verwendet. Es steht in starkem Verdacht, krebserregend zu wirken und kann schon in sehr geringen Mengen zu allergischen Reaktionen führen. Formaldehyd ist sehr beständig, verschwindet also nicht endgültig mit der Gebrauchszeit des Möbels. Die manchmal alternativ zu Formaldehyd verwendeten Isocyanate bergen gleichfalls gesundheitliche Gefahren.

Tischlerplatte:
Die Tischlerplatte besteht im Kern aus einer Platte aus verleimten Holzstäben (z.B. aus Fichte oder Kiefer), die oben und unten je eine dünne Deckschicht erhält. Für die Tischlerplatte werden größere Mengen Leim benötigt, daher kann, je nach Platte, die Belastung durch Formaldehyd im Leim oder durch die alternativ dazu verwandten Isocyanate zu groß werden. Es gibt aber auch Tischlerplatten, die unsere Normen einhalten.

Spanplatte:
Die Spanplatte ist ein Holzwerkstoff, der im konventionellen Möbelbau für Schubladen, ganze Schrankwände, Polstermöbelgestelle u.a. benutzt wird. Aus ökologischen Gründen ist zwar nichts gegen diese Restholzverwendung einzuwenden, jedoch werden auch hier größere Mengen Leim benötigt, um die Späne zusammenzuhalten. Es gibt für Spanplatten eine gesetzliche Norm, d.h. ein Höchstmaß an Formaldehyd, das ausgasen darf (sog. E1-Platten). Diese Norm ist uns jedoch nicht streng genug.

Pestizide:
Pestizide sind stark gesundheitsbeeinträchtigende, vermutlich auch krebsauslösende chemische Schädlingsbekämpfungsmittel. Sie finden sowohl beim Pflanzenanbau als auch bei der Tierzucht Verwendung. Pestizide lassen sich nur sehr bedingt aus dem Rohstoff wieder herauswaschen. Alternativ wird im baubiologischen Bereich Mitin FF von Natureplus und ÖkoTest z.B. für Dämmstoffe aus Wolle empfohlen (weil es notwendig ist und das eindeutig kleinere Übel darstellt), dort kommt es aber auch nicht zu einem direkten Kontakt mit den behandelten Materialien. Bei Teppich, Decke oder Polster können durch den Abrieb im Gebrauch Stäube, denen Mitin FF anhaftet, durch Einatmen in den Magen gelangen. Eine eindeutige Aussage, ob das Mittel dabei Schaden anrichtet, kann und will aber derzeit niemand treffen. Manchen Verbrauchern ist aber genau der Mottenschutz wichtig (Teppiche mit Wollsiegel oder Zeichen der Gütegemeinschaft umweltverträgliche Teppichböden verlangen sogar eine Mottenschutzausrüstung). Gegen Mottenfraß gibt es jedoch auch ungefährlichere pflanzliche Mittel (z.B. Neem).

Lösemittel:
Chemische Lösemittel werden für viele Möbel-Lacke, -Öle und -Wachse verwendet. Sie sind sehr langlebig und können je nach Konzentration Schleimhautreizungen bis zu chronischen Gesundheits- und Erbgutschäden auslösen. Die manchmal als Alternative verwendeten natürlichen Lösemittel (Terpene), sind nicht per se unschädlich. Sie kommen zwar auch in Nadelhölzern natürlicherweise vor, können aber bei zu hoher Konzentration allergische Reaktionen und Gesundheitsbeeinträchtigungen auslösen.

Kontrolliert biologischer Anbau (kbA):
Beim kontrolliert biologischen Anbau wird im Gegensatz zum weit verbreiteten konventionellen Anbau auf den Einsatz von Pestiziden, chemischen Ernte-Entlaubungsmitteln und künstlichen Düngemitteln verzichtet. KbA ist ein geschützter Begriff, diese Anpflanzungen unterliegen strengen Kontrollen von anerkannten Zertifizierungsorganisationen. Besonders Baumwolle ist in den letzten Jahren verstärkt in kbA Qualität erhältlich. Ökologische Bettwaren sind zumeist aus kbA Baumwolle gefertigt.

Nachhaltige Forstwirtschaft/FSC:
Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet, dass nur so viel Holz entnommen wird, wie auch nachwachsen kann und frei gewordene Flächen wieder zu bewalden sind. Nachhaltige Forstwirtschaft ist das Gegenteil von verantwortungslosem Raubbau. Die bekanntesten Siegel dafür sind das FSC (Forest Stewardship Council) und das Naturland-Siegel. Hier spielt im Gegensatz zu anderen Siegeln auch der größtmögliche Verzicht auf Pestizide in der Forstwirtschaft eine Rolle. Für Tropenhölzer sind beide Siegel mittlerweile bekannt, aber auch in Nordamerika, Kanada, Russland und Südamerika gab und gibt es z.T. noch immer Raubbau an den Wäldern.

Naturlatex:
Latex wird aus der Milch des Kautschukbaumes gewonnen, die zentrifugiert, anschließend geschäumt und zu Platten „gebacken“ wird. Hierzu sind geringe Mengen Hilfsmittel notwendig, sonst bliebe die Kautschukmilch flüssig. Häufig ist Naturkautschuk jedoch mit synthetischem, aus Erdöl gewonnenem Latex vermischt. Der Begriff ‚Naturlatex’ ist kein geschützter Begriff und sagt nichts über das Mischungsverhältnis aus.

Textil-Ausrüstungen:
Es gibt eine Fülle von nachträglichen Ausrüstungen von Textilien. Sie dienen meist einem größeren Komfort (Waschbarkeit, Fleckunempfindlichkeit) oder der optimierten Klimaanpassung (sog. Komfort- oder Funktionsstoffe). Die Schädlichkeit oder Unbedenklichkeit solcher Ausrüstungen und die Problematik ihrer Entsorgung nach Gebrauch wird unterschiedlich eingeschätzt – ob sie wirklich notwendig sind, ist Anschauungssache. Zumeist hat die Natur mit Gemischen aus Baumwolle, Leinen, Ramie oder Schurwolle sehr gute Alternativen parat, z.B. für die Klimatisierung und die Scheuerfestigkeit von Textilien.

Magnetfeldanomalien:
Metalle im Bett können das natürliche Erdmagnetfeld stören. Es gibt derzeit keine wissenschaftliche Untersuchungen über die Gründe der negativen Auswirkungen von Magnetfeldanomalien, die nicht von anderen Untersuchungen wieder angezweifelt würde, sicher aber ist, dass diese Veränderungen bei manchen Menschen Schlafstörungen hervorrufen können. Eckverbindungen und Bettfüße stellen i.d.R. aber keine Gefahr da, wenn sie aus nicht-magnetisierbarem Metall wie z.B. Edelstahl sind.

Hausstauballergie: H. ist eine der am häufigsten diagnostizierten Allergien. Häufig raten Ärzte dann zum Verzicht auf alle natürlichen Materialien. Dabei besiedeln Hausstaubmilben fast alle Materialien, ob natürlich oder synthetisch. Ein natürlicher Weg zur Beseitigung des Problems ist ein altes Mittel aus der Naturheilkunde, die Samenkapsel des Neembaums. Produkte auf Neem-Basis (mehr Infos siehe Ratgeber Allergien) für Matratzen und Bettwaren gibt es im ökologischen Einrichtungshandel.

mehr Infos über Allergien

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